Fliegen ist der Grund, warum wir alle hier sind. Aber ein Flugplatz lebt von deutlich mehr als Starts und Landungen. Grefrath-Niershorst wird von der Motorfluggruppe Grenzland und dem LSV Grenzland gemeinsam und vollständig ehrenamtlich betrieben – und das eröffnet Möglichkeiten: Wer neben dem Fliegen Lust hat, eigenes Können einzubringen, ob mit dem Schraubenschlüssel, am Funkgerät, am Rechner oder mit guten Ideen, findet auf der schönsten Wiese Deutschlands fast immer ein passendes Betätigungsfeld. Ein paar Beispiele.
Turmdienst: mittendrin im Platzbetrieb
Beim Turmdienst übernimmt man die Rolle des Betriebsleiters, der den Flugbetrieb am Platz vom Turm aus begleitet. Man ist dabei ständig in Kontakt mit Fliegerkollegen – per Funk und ganz persönlich. Denn der Turm ist auch ein Treffpunkt: Platzansässige Piloten, aber auch Besucher von auswärts kommen gerne „hoch“ auf einen Plausch, eine fachliche Frage zur Fliegerei oder einfach, um die Aussicht auf den Platz zu genießen.
Werkstattteam: die Flotte in Schuss halten
Unser Werkstattteam sorgt dafür, dass die Vereinsmaschinen gepflegt und einsatzbereit bleiben. Dabei gilt ein klarer Grundsatz: Selbst gemacht wird nur, was wir als Halter auch selbst machen dürfen. Alles darüber hinaus geht Hand in Hand mit externen, professionellen Partnern. So verbinden wir Eigenleistung, die das Fliegen bezahlbar hält, mit der Sicherheit, die man von einem Luftfahrzeug erwartet.
Neben der Arbeit an den Fliegern trifft sich das Team einmal im Monat zum Austausch: Was steht an, was ist aufgefallen, wer übernimmt was? Wer gerne versteht, wie ein Flugzeug unter der Verkleidung aussieht, lernt hier eine Menge.

Vom Switch bis zum Server: die IT des Flugplatzes
Auch ein kleiner Flugplatz braucht heute eine funktionierende IT. Daniel kümmert sich gemeinsam mit einem Kollegen vom LSV um die gesamte Infrastruktur: Switches, WLAN-Access-Points, Server und alles, was dazugehört. In diesem Jahr stand ein größeres Projekt an – die Migration unserer Server auf ein virtualisiertes Servercluster. Das Ergebnis ist eine Umgebung, die robuster läuft und leichter zu pflegen ist.
EDLF Ops Panel: Software aus den eigenen Reihen
Was entsteht, wenn Fliegerei und IT-Know-how zusammenkommen, zeigt das EDLF Ops Panel. Wir haben die Software selbst programmiert, um die Betriebsleiter auf dem Turm bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Auf einen Blick zeigt sie die aktive und die vom Wind her empfohlene Piste, die Windwerte der platzeigenen Wetterstation, die aktuellen Wettermeldungen der umliegenden Flughäfen sowie den Verkehr im Nahbereich, in der Platzrunde und am Boden.

Ein Teil davon ist auch für alle anderen sichtbar: Die Wetterdaten sowie Sonnenauf- und -untergang landen automatisch auf der Wetterseite des Flugplatzes – zur allgemeinen Information, nicht als Ersatz für die amtliche Flugwetterberatung. Praktisch ist dort auch das Betriebsende: Der Platz schließt spätestens bei Sonnenuntergang, im Sommer aber spätestens um 20:30 Uhr Ortszeit.

Vorstandsarbeit: Mitreden ist ausdrücklich erwünscht
Auch die Führung des Vereins ist Ehrenamt. Die sechs Vorstandsmitglieder kümmern sich um alles Operative – von den Finanzen über die Werkstatt bis zur Organisation des Vereinslebens. Dabei bleibt der Vorstand bewusst offen: Alle Mitglieder sind eingeladen, an den monatlichen Vorstandssitzungen teilzunehmen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ideen, wie wir das Vereinsleben noch besser machen können, hören wir immer gern.
Niemand muss sich bei uns um mehr kümmern als ums eigene Fliegen. Aber wer Lust hat, findet am Platz viel Raum, um Hobby, Beruf und Fliegerei zu verbinden – und lernt dabei Menschen kennen, die gleich gesinnt sind und mit denen man auch gerne mal eine Tour fliegt. Wenn ihr neugierig geworden seid, schaut einfach mal vorbei oder meldet euch bei uns.
